Der neue News Feed: Facebook reagiert auf den Erfolg von Tumblr, Instagram und Pinterest.

Vor einigen Tagen hat Facebook das neue Design des News Feed vorgestellt. Im Kern geht es um die deutlich prominenteren und größeren Fotos sowie die konsistente Darstellung auf Tablets und Smartphones. Damit ändert sich das “Look & Feel” für die Facebook User deutlich: der News Stream wirkt lebendiger, gleichzeitig aufgeräumter und übersichtlicher und ist zudem endlich auch auf iPad und Mobiltelefon vernünftig abrufbar.

Damit reagiert Facebook auf den Trend hin zu immer visuelleren Inhalten im Social Web. Es boomen, mit Tumblr, Instagram und Pinterest diejenigen Netzwerke, in denen fast ausschließlich Fotos und Grafiken gepostet werden. Inwieweit Facebook nun wieder interessanter für das Foto-Sharing wird, bleibt abzuwarten. Aber sicherlich ein guter und wichtiger Schritt für Facebook, der Abwanderung von visuellem Content in andere Netzwerke entgegen zu wirken.

Was bedeutet das nun für Unternehmen und Marken? Mit steigender Attraktivität von Fotos wird das visuelle Storytelling immer wichtiger. Nur wer seine Content-Strategie entsprechend anpasst, wird mit dem eigenen Markencontent Reichweite und Engagement erhalten. Es ist auch zu erwarten, dass Facebook die Brand Pages in ähnlicher Weise umgestalten wird.

Zudem sollte überprüft werden, ob die Ausweitung der Social Media Aktivitäten auf Instagram, Pinterest, Tumblr & Co. nicht bereits jetzt sinnvoll sind.

Sven Hoffmann

 

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10 Gedanken zu Social Media 2013

1. **Make Friends, not ads.**

Die Zeit der Werbekampagnen in Social Media ist endgültig vorbei. Konsumenten bestimmen die Themen, mit denen sich Marken und Unternehmen auseinandersetzen müssen. Authentisch im Dialog mit Meinungsführern und Mitläufern.

2. **Forget Facebook. Think social.**

Social Media ist nicht gleich Facebook. Menschen nutzen verschiedenste Netzwerke für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Und die gehen weiter als sich mit Freunden unterhalten, Erfahrungen austauschen oder Fotos der letzten Party zu posten. Reddit.com hat 400 Mio. Nutzer. Reddit.com???

3. **Influence is the new currency of the web.**

Es geht nicht um Visits, Views und Clicks. Wichtig ist, welche Menschen über die eigene Marke sprechen. Je mehr Einfluss diese haben, desto besser. Klout, Kred und Peerindex sind nur die ersten Versuche, den Einfluss von Menschen messbar zu machen.

4. **Digital Darwinism kills business models.**

Wer Social Media verschläft, verliert.
Einen schönen Gruß von mytaxi.de an alle Taxi-Funkzentralen!

5. **Tribes determine success.**

Tribes are the digital lifeform brands are confronted with in social environments. Lead them or loose.

6. **Trust is based on truth. Not on ads or discounts.**

Laut, lauter, dennoch ungehört. Übertriebene Werbesprache bewirkt Reaktanz statt Kaufentscheidungen.

7. **Lies have long tweets.**

Wer Versprechen nicht halten kann, wird entlarvt. In Echtzeit und dauerhaft.

8. **Conversations, not smalltalk.**

Beziehungspflege zum Kunden in Social Media bedeutet nicht kuscheln, sondern weiterhelfen.

9. **People don’t trust brands. They trust people.**

Konsumenten trauen keinem Marken-Image oder – noch schlimmer – Werbeslogan. Sie vertrauen nur Menschen. Aber gibt es die nicht in jedem Unternehmen?!

10. **Information overload is not the problem. Filtering is.**

Menschen lernen weiterhin, mit der unglaublichen Fülle des Social Web umzugehen. Dennoch werden die Filter der Netzwerke die Wahrnehmung von Markencontent (zu) stark bestimmen. Facebooks Edgerank ist der unser größter Freund und Feind zugleich.

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Forever Facebook? Warum andere soziale Netzwerke kaum eine Chance haben.

Wird unter Marketing-Verantwortlichen über Social Media gesprochen, dann geht es fast ausschließlich um Facebook. Der Platzhirsch unter den Social Networks bindet unternehmens-seitig die meisten Ressourcen und die größten Budgets. Und auch bei den Konsumenten ist Zuckerbergs Plattform ungebrochen die Nr. 1, Nutzerzahlen wachsen, die Nutzungsintensität steigt, auch in Deutschland. Und das, obwohl Diskussionen um Themen wie Datenschutz, Privatsphäre, störende neue Werbeformen und sinkender Aktienkurs das Bild in der Öffentlichkeit negativ belasten.
Wieso also gelingt es anderen Netzwerken nicht, Nutzer von Facebook weg zu locken? Warum kommt kein anderes Netzwerk auch nur in die Nähe der Facebook Nutzerzahlen?
Die Antwort ist relativ einfach: weil es keine Alternative zu Zuckerbergs Netzwerk gibt. 
Denn wenn man sich all die boomenden Plattformen wie Pinterest, Tumblr und Reddit ansieht oder sich mit Twitter und Google+ beschäftigt wird schnell klar: es geht um Interessen, über die Menschen zueinander finden. Ob in Textform, als Fotos oder als Forumsbeiträge oder Blogpost – Erfahrungen werden veröffentlicht, Experten befragt, neue Produkte rezensiert. Dabei geht es nicht um persönliche Beziehungen unter MEschen, die Nutzer kennen sich in der Regel nicht persönlich. Sehr spannend für das Social Marketing, aber für die Nutzer nicht ausreichend, fehlt doch der eigentliche soziale Kontext.

Das Modell der “Social and Interest Graphs”.
Facebook ist unangefachten die Nr.1 im Social Graph.

Freundschaft, Familie, Liebe.
Ganz anders bei Facebook: nur hier geht es um persönliche Beziehungen, Freundschaften, Liebe und oftmals Familie. Nur hier werden Empfehlungen unter Freunden weitergegeben, nur hier werden persönliche Dinge geteilt, nur hier kennt man seine Netzwerk-Kontakte zum überwiegenden Teil persönlich. Google Plus hat versucht in dieses Feld einzubrechen, ist aber gescheitert. Das neue mySpace hätte aus meiner Sicht zwar das Potential zum Herausforderer, positioniert sich aber als Netzwerk zu Musik, Kunst und Entertainment auch deutlich auf der Interessen-getriebenen Seite des Social Web.
Auch für Marken und Unternehmen ist es nirgendwo einfacher, Botschaften und Inhalte so nah an die Konsumenten und ihr soziales Umfeld zu bekommen. Nirgendwo sonst erreichen Inhalte eine ähnlich hohe Viralität. Zwar bieten auch andere Netzwerke attraktive Marken-Seiten, beispielsweise Twitter, Instagram und seit dieser Woche auch Pinterest. Aber es bleiben ergänzende Plattformen, es fehlt eben die direkte Nähe zum Konsumenten und seinem persönlichen Netzwerk.
Facebook forever.
Deswegen: neue Netzwerke kommen und gehen. Aber Facebook bleibt. Vielleicht nicht für immer, aber auf absehbare Zeit. Und so bleibt auch der Focus auf Facebook Marketing richtig und wichtig in den nächsten Jahren.
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Tweet of all Tweets

Unmittelbar nachdem der Sieg bei den Präsidentschaftswahlen in den USA feststand, wurde der bis jetzt erfolgreichste Tweet bei Twitter abgesetzt – vom neuen und alten Präsidenten Barack Obama. Weit über eine Million Retweets verbreiteten die Botschaft Obamas “Four more years.” binnen Stunden rund um den Globus. “War doch klar!” sagen nun viele, “wenn der Mächtigste Politiker der (westlichen) Welt tweetet, dann hat das schnell Reichweite.”. Stimmt, aber Reichweite erzeugt keine Retweets.

Obama Tweet

Obama Tweet

Das Besondere hier ist sicherlich der Inhalt des Tweets: Kein Sieges-Jubel, kein auf-die-Schulter-Klopfen, keine Sieges-Pose. Stattdessen Dankbarkeit über weitere 4 Jahre Vertrauen und ein sehr persönliches Foto, das Glück, Erleichterung und Besonnenheit darstellt. Also etwas, was man gemeinhin von Politikern nicht erwartet. Und dieser perfekte Social Content ist der Grund für den Retweet Effekt. Und der Grund dafür, dass auch ein weiterer Social Media Rekord mühelos gebrochen wurde: die Umarmung zwischen den Eheleuten Obama ist das meistgeteilte Foto, das je auf Facebook gepostet wurde.

Congratulations, Mr. President!

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Meinung: Schluss mit dem Social Smalltalk!

“Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!”, “Der Sommer ist endlich da, geht ihr heute abend auch in den Biergarten?” oder “Liebe Fans, heute ist Tag der Reinheit. Wie wascht ihr euch heute?” – solche und ähnliche Posts senden mir diverse Marken in meinen Wall-Stream auf Facebook. Aber warum?

Ich will nicht euer Freund sein!

Habe ich mit dem “Liken” einer Brandpage den Wunsch nach Smalltalk oder Unterstützung in meinem Alltag geäußert? Nein, liebe Marken, liebe Unternehmen, liebe Social Media Verantwortliche! Ich folge euch, weil mich eure Produkte interessieren. Oder ich euer Engagement in Sport, Kultur oder Charity oder wo auch immer spannend finde. Aber nicht, um euer Freund zu sein.

Schluss mit dem Smalltalk!

Wenn mir die Verkäuferin beim Bäcker um die Ecke sonntags nach dem Einkauf noch einen schönen Tag wünscht, dann ist das nett und in Ordnung. Immerhin hat sie mir zuvor Brötchen verkauft. Aber man stelle sich vor, selbige Dame würde bei mir zuhause an der Tür klingeln, mir einen schönen Sonntag wünschen und wieder gehen. Ohne Brötchen dazulassen.

So macht ihr es aber. Sinnlose Nettigkeit, sinnloser Smalltalk. Einfach nur nervig.

Hört bitte auf damit. Sofort!

Schönes Wochenende dann noch.

Sven Hoffmann

 

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Parkkralle am deutschen Mannschaftsbus – Tolles Viral Video aus Holland zur EM und warum Heineken dahintersteckt

 

Das schönste an der deutsch-niederländischen Fußball-Rivalität ist der Humor, mit dem die Fans beider Nationen diese Auseinandersetzung austragen. Ein Video auf  Youtube macht zur Zeit Furore und hat bereits über eine halbe Million Aufrufe in nur 2 Tagen erreicht: mehrere Oranje Fans bringen heimlich eine Parkkralle am deutschen Mannschaftsbus an und behindern so das Fortkommen unserer Nationalelf. Schöne Idee, gut im Handycam-Stil umgesetzt und bereits jetzt auch großes Echo in den niederländischen News-Kanälen.

 

Ist das wirklich ein Scherz sehr kreativer Fußball-Fans? Obwohl im Video keinerlei Markenname auftaucht ist klar, dass mal wieder Biergigant Heineken eine erfolgreiche Aktion in Social Media platziert hat. Denn die vermeintlichen Fans tragen Oranje-Trikots, die Bestandteil der aktuellen Kampagne “Rugnummers”  sind. Und inhaltlich passt die Aktion perfekt zum Kampagnen-Claim “- Als een Team achter Oranje”.

Heineken Website

Natürlich fordert Heineken auf der Facebook-Aktionsseite auch die Fans dazu auf, Fotos oder Videos von eigenen Aktionen hochzuladen, die zeigen, dass man in Holland “klaar voor de Duitsers” ist, als bereit für das große Match. Zu gewinnen gibt es nicht weniger als Tickets für Spiele der Elftal.

Heineken Facebook Aktionsseite

Fazit: Tolle Viral Video, tolle Gesamt-Kampagne, zumindest in Social Media sind unsere Nachbarn Europameister-würdig. Im Fußball werden sie es noch zu beweisen haben…

 

 

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Coca-Cola setzt auf tumblr

Das Netzwerk Tumblr hat in den vergangenen Monate mit beeindruckenden Wachstumszahlen aufwarten können. Die Kombination aus Blog-System und Twitter-Funktionalität verfügt mittlerweile über 40 Millionen Blogs, täglich werden über 50 Millionen Beiträge gepostet.

Coca-Cola Blog auf tumblr

Als einer der ersten großen Marken setzt nun Coca-Cola die Plattform für Markenkommunikation ein und verlängert die “Happiness is…”-Kampagne auf tumblr.

Hier der Link zum Blog: http://coca-cola.tumblr.com/

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Facebook testet Coupon-Ads

Laut Informationen von insidefacebook.com arbeitet Facebook an einer neuen Premium-Werbeform, die eine einfache Couponing-Funktionalität beinhalten. Da Coupons und Rabatte laut Nutzerumfragen immer noch die höchste Motivation zum Folgen einer Marke darstellen, könnten diese Coupons-Ads sehr interessant für den FMCG-Markt auf Facebook werden.

Coupon-Ad

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KIA stellt Social Media in den Mittelpunkt ihrer TV Spots

Fast schon mehr Werbung für Facebook als für die eigenen Autos: KIA zeigt mit der neuen globalen Markenkampagne, wie stark man auf Social Media setzt. Während die meisten anderen Unternehmen sich noch damit auseinandersetzen, die eigene Facebook-Seite im Spot-Abbinder zu erwähnen oder eben nicht, geht KIA also in die Vorreiterrolle.

 

 

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Heinz Ketchup startet “AR”-Kochbuch

Wer sich in UK eine Flasche Heinz Tomato Ketchup kauft, bekommt ein Heinz-Kochbuch gleich dazu. Im Prinzip nichts neues, gibt es doch schon seit Jahren kleine Rezeptheftchen an oder in vielen Lebensmittelverpackungen. In diesem Fall erscheint dieses Kochbuch jedoch per Augmented Reality direkt auf dem Smartphone des Käufers, sobald er die Ketchup-Flasche mit der AR-Software “Blipper” scant.

Heinz Ketchup Video direkt bei Youtube

Ein wirklich guter Effekt, der zeigt, welche Möglichkeiten Smartphone und mobiles Internet auch am POS ermöglichen. Ich freue mich schon auf die nächsten Cases aus dem Supermarktregal :-).

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